Actualités / 18 juil. 2010
Aller aux actualitésSommeruniversität der Europäischen Linken: Die Krise und das Kräfteverhältnis
Grigore Petrenco, Internationaler Sekretär der Kommunistischen Partei der Republik Moldau, betonte, wie wichtig es war, diese Veranstaltung in Chisinau stattfinden zu lassen, wo die Verfassung und die demokratischen Werte durch eine Regierung angegriffen werden, die nicht die Mehrheit des Landes repräsentiert.
Die Krise wird nicht mehr als eine Episode angesehen; sie wurde zur Normalität und sie beeinträchtigt unsere demokratischen Werte. Die Linke hat immer für die Gleichheit der Menschen gekämpft. Die Linke hat die Verantwortung, zu versuchen, die Lage zu verbessern. Wir können die Maßnahmen nicht widerstandslos hinnehmen, die jetzt verhängt werden. Demokratie und Gleichheit müssen im Mittelpunkt der Debatte stehen, wobei in diesem kritischen Augenblick die Ungleichstellung der Geschlechter nicht vergessen werden darf.
Die globale Krise verändert die Beziehungen zwischen den Ländern und verschärft die Ausbeutung der Schwächsten. Daher ist die Einmischung der sozialen Kräfte nötiger denn je, um eine gerechtere Gesellschaft zu schaffen. Die Beziehungen zwischen entwickelten und unterentwickelten Ländern sind extrem unausgewogen und müssen durch internationale Regulierung geregelt werden.
Wir müssen darüber nachdenken, was an die Stelle dieses Systems treten soll. Die Finanzkrise hat uns in eine tiefe Depression mit kolossalen öffentlichen Schulden geführt. Sparmaßnahmen können nicht die Lösung sein und werden die Gesellschaft für Jahre schädigen. Die Macht ist in den Händen von Menschen konzentriert, die von Vermögenseinkommen leben. Das kapitalistische System brachte ein extremes Ungleichgewicht der Kräfte hervor, das sich in der globalen Finanzwelt festgesetzt hat und für Deregulierung und Privatisierung sorgt. Auf der sozialen Seite wurden die Einkommen der Beschäftigten extrem benachteiligt und die Verteilung des Reichtums wird noch ungleichmäßiger. Das Bildungssystem wurde ebenfalls von Privatisierungen betroffen sind und der Zugang zu kostenloser Bildung wird in vielen europäischen Ländern durch liberale Regierungen ruiniert.
Der Europäische Aktionstag am 29. September kann das reale Konzept des Kampfes für ein besseres Europa und ein authentisches Sozialmodell aufzeigen, das die Macht in die Hände der Menschen legt. Die Demonstrationen müssen auf alle europäischen Länder ausgeweitet werden.
Wir wollen eine neue Konstruktion der Gesellschaft, nicht nur eines Teils von ihr, aber diese Konstruktion muss unsere gemeinsamen Werte von Freiheit und Gleichheit zwischen den Menschen einschließen, die jetzt durch das finanzdominierte und globalisierten System unterdrückt sind.
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