Nachrichten / 16 Mär 2011
Gehe zu Nachrichten„Mit jeder Stunde wird eine öffentliche Debatte über die nationale Energiepolitik dringlicher“
Jetzt, wo in Japan eine große nukleare Katastrophe erkennbar wird, möchte ich die Solidarität und Unterstützung der französischen Kommunisten für das japanische Volk bekräftigen. Die französischen Behörden müssen die Lage sehr ernst nehmen, und den Menschen, die von dieser Katastrophe betroffen sind, sind erhebliche Mittel und Expertise zur Notfallbekämpfung bereitzustellen.
In diesem Zusammenhang teilt die Französische Kommunistische Partei die Sorgen der französischen Bevölkerung um ihre eigene Sicherheit. Mit jeder Stunde wird eine öffentliche Debatte über die nationale Energiepolitik dringlicher.
Diese Diskussion sollte ernsthaft und konsequent geführt werden. Die Katastrophe in Japan eröffnet eine große Debatte über die Atomkraft, welche aber ebenso die globale Erwärmung und die Verknappung fossiler Ressourcen einschließt, die auch den Verzicht auf die Kohleenergie erfordert.
Daher sollte eine breitere Diskussion mit einer allgemeinen Beurteilung unserer energiepolitischen Entscheidungen stattfinden. Ich fordere im Namen der FKP die Organisation einer großen nationalen öffentlichen Debatte, um die spezifischen Bedingungen für die notwendige Weiterentwicklung des Energiemix zu ermitteln, unter denen in den kommenden Jahrzehnten in Frankreich und weltweit das Recht auf Energie für alle gesichert werden kann.
Der FKP will unverzüglich zu dieser Debatte beitragen und wird in ihrem nationalen Hauptquartier am 29. März eine große Initiative mit dem Titel „Nach der Reaktorkatastrophe in Japan – Welche Energiepolitik für Frankreich?" organisieren.
Pierre Laurent, Vorsitzender der Europäischen Linken und Generalsekretär der Französischen Kommunistischen Partei


