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Nachrichten / 21 Apr 2013

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Die Partei der Europäischen Linken versichert der Bewegung gegen den Goldabbau in Griechenland ihre volle Unterstützung und Solidarität

In der Ära der Memoranden, Austerität und Wirtschafts-/Schuldenkrise betreibt die griechische Regierung eine Politik der Privatisierung von Allgemeingütern und öffentlichen Diensten und...

In der Ära der Memoranden, Austerität und Wirtschafts-/Schuldenkrise betreibt die griechische Regierung eine Politik der Privatisierung von Allgemeingütern und öffentlichen Diensten und veräußert natürliche Resourcen und öffentlichen Wohlstand an Privatinteressenten. Diese Vision von “Entwicklung” verletzt alle Prinzipien einer nachhaltigen Entwicklung, opfert die Umwelt und mißachtet Mensch und Natur. Sie dient einzig und allein dem nationalen und internationalen Kapital mit hohen Kosten für Mensch und Natur.

Eine charakteristische Fallstudie ist das Goldabbauprojekt in Nordgriechenland, das einen unerhörten Umwelt-, Wirtschafts- und Politikskandal darstellt. Konkret wurden die Minen von Halkidiki in den Besitz des Privatunternehmens Hellas Gold S.A. zu einem Preis von 11 Millionen Euro transferiert. Die verkaufte Immobilie beinhaltet unter anderem 317 qm alten Waldes und das Recht, ein Erzlager mit einem geschätzten Metallwert von 20 Billionen Euro zu erkunden.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben das Ausmaß der Umweltzerstörung gezeigt, die durch das geplante Abbauprojekt verursacht wird und die Kapazität des Gebietes bei weitem überschreitet: Abholzung, Abgabe von Millionen Tonnen Minenstaub und Luftverschmutzung, Verschmutzung des Bodens und unterirdischen Wasserreserven, Verseuchung der Erde mit Schwermetallen und ernsthafte Bedrohungen für die Gesundheit.

Ein Abbauprojekt solchen Ausmaßes wird auch katastrophale Konsequenzen für die lokale Wirtschaft haben, da es die gegenwärtigen Wirtschaftszweige wie Tourismus, Landwirtschaft, Fischerei, Bienenzucht und Waldwirtschaft dramatisch beeinträchtigen wird. Der Arbeitsplatzverlust wird weder quantitativ noch qualitativ durch die in der Mine geschaffenen Jobs ausgeglichen werden können.

Die griechische Regierung, die sich einer starken Widerstandsbewegung gegenüber sieht, hat sich eine Philosophie der staatlichen Unterdrückung und des Machtmißbrauchs angeeignet: willkürliche Verhaftungen, lange Gewahrsamnehmung ohne die Anwesenheit eines Anwalts, physische und psychische Gewalt, illegale DNA Proben, Angriffe mit Tränengas selbst auf Schulen. Diese terrorisierende Staatsoperation verletzt die Menschen- und verfassungsmäßigen Rechte und ist auf die Menschen in der Widerstandsbewegung ausgerichtet.

Europa muss sich wieder auf seine wahren demokratischen Wert besinnen und vermeiden, die erkämpften Menschenrechte im Dienste eines Auswegs aus der Wirtschaftskrise zu opfern.

Daher,

erklären wir unsere Solidarität mit dem Kampf gegen den Goldabbau.

Wir akzeptieren keine staatliche und polizeiliche Unterdrückung.

Wir widersetzen uns den katastrophalen “Investitionen”, die die Umwelt und nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten zerstören.

EL Vorstand
Sofia, 20. April 2013

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