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Actualités / 22 oct. 2013

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Die Europäische Linkspartei verurteilt die brutale marokkanische Unterdrückung der Sahrauis

Die Europäische Linkspartei verurteilt die brutale marokkanische Unterdrückung der Sahrauis Die Europäische Linkspartei verurteilt die am Samstag, dem 19. Oktober begonnene brutale...

Die Europäische Linkspartei verurteilt die brutale marokkanische Unterdrückung der Sahrauis

Die Europäische Linkspartei verurteilt die am Samstag, dem 19. Oktober begonnene brutale marokkanische Unterdrückung der Sahrauibevölkerung, die in El-Aaiún während des Besuchs des Sondergesandten des UN-Generalsekretariats für die Westsahara, Christopher Ross, für ihr legitimes Recht auf Selbstbestimmung demonstrierte. Seit dem Nachmittag waren die Sahrauis in der besetzten Stadt El-Aaiún auf der Straße, um friedlich sowohl gegen die marokkanische Besatzung und die Verletzung der Menschenrechte als auch für ihre Selbstbestimmung zu demonstrieren.

Dem Aufruf verschiedener sahrauischer Menschenrechtsverbände folgend, gab es an vielen Orten der Stadt gleichzeitige Proteste, bei denen sich die Demonstrierenden heftigen Angriffen seitens der marokkanischen Besatzungsmacht ausgesetzt sahen, die Tränengas, heißes Wasser und Steine einsetzte. Bisher liegt die Anzahl der verletzten Sahrauis bei 118. Unter ihnen befinden sich herausragende sahrauische Menschenrechtsverteidiger wie Brahim Dahane oder Galia El Djimi sowie junge JournalistInnen und AktivistInnen, die die traurigen Tatsachen durch Bilder und Filme verbreiten.

Wir verurteilen das komplizenhafte Schweigen der meisten europäischen Medien zu diesem Thema sowie die Repressionen, die auch in anderen marokkanischen Städten wie zum Beispiel Smara stattfanden. Dort ging die Polizei gegen sahrauische Demonstranten vor, die Christopher Ross auf friedlichem Wege ihre Ablehnung der illegalen marokkanischen Besatzung der Westsahara sowie ihren Wunsch, das lang erwartete Referendum über die Selbstbestimmung abzuhalten, vermitteln wollten.

Eine EL-Delegation unter der Leitung von Vizepräsidentin Maite Mola hatte sich letzten April in die besetzten Gebiete der Westsahara begeben und wurde vor Ort Zeuge des Aufmarschs marokkanischer Besatzungstruppen. Mitglieder der Delegation haben nun die sahrauischen AktivistInnen in den besetzten Gebieten kontaktiert, um sich nach ihrem Gesundheitszustand  zu erkundigen und erneut ihre Solidarität und Unterstützung zu übermitteln.

Wir missbilligen die gleichgültige Haltung der internationalen Gemeinschaft gegenüber der marokkanischen Regierung, insbesondere die der Europäischen Union, die Vorzugsabkommen mit einer Regierung schließt, die permanent die Menschenrechte verletzt.

Wir wollen auch an den 23. September erinnern, an dem der junge Sahraui Rachid Elmamoun Chain während einer Demonstration in Assa nach einem Rückenschuss durch die marokkanische Gendarmerie starb.

Original Language / DE

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